Photovoltaikanlage und die UmsatzSteuer
Photovoltaik – Autarkie
5. Mai 2020

Was ist Controlling? (Part 1)

Controlling

Controlling ist Unternehmensführung.

Das ist meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung nach der Kern des Ganzen. Es ist eben nicht nur Zahlenschubsen, Tabellenschieben usw. Der Controller ist eigentlich der mächtigste Mann im Unternehmen, denn er kennt die Firma zahlenmäßig Gesamtheitlich. Vorausgesetzt, der ist ein guter Controller. 😉

Entsprechend ist es nicht verwunderlich, wenn der CFO (Chief Financial Officer) eines Konzerns, irgendwann die Unternehmensspitze besetzt, da er entsprechend gut über das Unternehmen Bescheid weiß.

Controlling ist auch nicht einfach nur die Quantifizierung, also zahlenmäßige Erfassung, von Sachverhalten, sondern die Kombination mit dem Verständnis über das operative Tun der Firma. Bedeutet also: nicht nur erfassen, wie viele Sonnenschirme verkauft wurden, sondern auch an wen, wann, über wen, warum usw. Ein guter Controller kennt die operativen Vorgänge im Unternehmen und kann damit entsprechende Schlüsse aus dem Zahlenwerk ziehen, welches er vornehmlich aus der Finanzbuchhaltung bzw. WaWi/ERP-System erhält. Auf Basis dieser Daten und Analysen, lassen sich dann Entscheidungen ableiten.

 

Und das prädestiniert Controlling zur Unternehmensführung.

 

Natürlich müssen entsprechende Tabellen „geschubst“ und Kennzahlen erstellt und reportet werden, aber das, genau das, sollte die Grundlage von Entscheidungen der Unternehmensführung sein. Die Ergebnisse des Controllings.

Zahlengetrieben und nicht aus dem Instink oder aus dem Bauch heraus geführt. Das ist ein Fehler, den Mittelständler oft begehen: eine Firma sollte nicht aus einem Gefühl heraus oder aufgrund von Tageszahlen wie dem Kontostand (der morgen früh schon das Vorzeichen wechseln kann) geführt werden. Das Fundament muss ein strukturiertes und standardisiertes Controlling sein.

 

Erst strukturieren. Dann standardisieren.

 

So kann man die Geschwindigkeit enorm erhöhen und gewöhnt sich gleichzeitig an bestimmte strukturierte Vorgehensweisen – ebenso die Mitarbeiter. Daraus entsteht wirkliches Controlling und ein Gefühl für die Geschäfte der Firma auf Basis von fundamentalen Daten.

Dies wird bei KMUs (Kleine und mittelständische Unternehmen) leider oft vernachlässigt, sodass diese im Blindflug unterwegs sind und teilweise gar nicht wissen, was gerade passiert. Warum die Kosten explodieren, woher Ineffektivität kommt, warum die Produktivität nachlässt, warum Liquidität fehlt oder warum der Gewinn in den Keller geht.

Controllingtätigkeiten sorgen ferner auch dafür, ein besseres Gespür für die Firma und den Markt zu haben. Ferner kann man auch viel besser schlafen, wenn man seine Firma zahlenmäßig auseinandergenommen, durchdrungen hat und die Ergebnisse regelmäßig aktualisiert. So lassen sich viele Fehler vermeiden, denn Struktur gibt Ruhe.

Das sind denke ich die Grundpfeiler des Controllings und damit auch der Unternehmensführung. Im 2. Teil, gehe ich dann tiefer ins Detail.

In diesem Sinne, eine sonnige Restwoche 😎